Schon 2020 werden wir uns zur North American International Auto-Show (NAIAS) in Detroit nicht mehr warm anziehen müssen. Die klassische amerikanische Automobilausstellung der USA wird vom Januar in den Juni verlegt, Beginn am 8. Juni 2020. Mit dem warmen Wetter sollen sich auch das Konzept der Ausstellung neue Möglichkeiten ergeben: Die Messe plant auch Aktivtäten außerhalb der Cobo-Hall. Der Bereich um die Halle am Detroit River soll in das Geschehen mit eingebunden werden.

Schon in diesem Januar wurde Veranstaltern und Besuchern klar, dass die klassische Ausstellung von Blechkarossen den Ansprüchen nicht mehr gerecht wird. Dies wurde umso deutlicher, als seit einigen Jahren die Consumer Electronics Show (CES) in Detroit nicht nur das bessere Klima, sondern auch die richtungweisenderen Themen bieten konnte. Es begann bei Infotainment, ging über das autonome Fahren bis hin zur künstlichen Intelligenz. Von all dem konnte die NAIAS eine Woche später nur einen Zweitaufguss liefern.

Die NAIAS wird veranstaltet von der Detroit Dealers Association, der Händlervereinigung von Detroit. Die konnte sich in der Vergangenheit immer darauf verlassen, dass die großen amerikanischen Hersteller der Detroiter Automesse den Rücken stärkten. Spätestens seit Januar diesen Jahres ist klar, dass diese Unterstützung bröckeln könnte, zumal die ersten Importeure Zweifel anmeldeten oder sich gleich ganz abmeldeten.

Nach vielen Diskussions- und Planungsrunden meinen die Veranstalter, den Weg in die Zukunft gefunden zu haben: Mehr Aktion in den Hallen und drum herum, zumal – so die Messeveranstalter – immer mehr Hersteller für Ihre Premieren nach immer kreativeren Möglichkeiten suchen. „Wir wollen das klassische Messeschema aufbrechen“, sagt die Messe. „Dafür müssen wir nicht dem herkömmlichen Messekalender folgen. Wir wollen ein Event schaffen, für das es in der Messewelt nichts vergleichbares gibt“. ampnet