Wir alle haben Träume. Manche Träume tragen wir Menschen unser ganzes Leben mit uns herum. Manche erfüllen wir uns, andere nicht. Einer meiner Träume war immer ein Roadtrip durch die schroffe Berg-Landschaft um Alicante.

Ganz roh, kernig und ohne Duschen. Dafür Grillen am Lagerfeuer, Klettern und ziellosem Fahren im Geländewagen. Ein echtes Männer Abenteuer – natürlich mit den Jungs. Doch wie das nun mal so ist. Die Zeit ist knapp bemessen und die Lebensabschnitts-Gefährtin hat natürlich ganz andere Vorstellungen von Erholung. Dann verbringt man seinen Jahresurlaub am Ende irgendwo im All-inklusive Hotel und aalt sich faul am Strand. Was tut man nicht, damit der Haussegen nicht schief hängt. Zudem plant die bessere Hälfte den Urlaub. Sie hat mehr Zeit und macht das gerne.

Aber muss das alles so sein? Wer bedient eigentlich meine männlichen Bedürfnisse als Jäger und Sammler? Früher haben wir Männer Mammuts erlegt, oder Fische gefangen – mit bloßen Händen. Ohne uns wäre die Menschheit nicht da, wo sie ist. Doch wo sind wir Männer heute? Wo vollbringen wir in der Moderne unsere Heldentaten? Im Büro! Und abends als Pantoffel-Held auf der Couch. Sind am netflixen, essen Chia-Pudding, schlürfen grünem Tee und die Wärmflasche lindert den wehen Rücken. Und den Urlaub verbringen wir All-inklusive auf Malle. Das ist nicht fair! Nein, das ist nicht richtig! Auch, wenn es gegen eine Bier-Flatrate absolut nichts einzuwenden gibt. Nach dem achten Pils sieht die Welt bekanntlich rosig aus und die in die Tage gekommene Bardame kriegt auf einmal ungeahnte Reize.Doch unserem Anspruch als Mann und Familienernährer wird das nicht gerecht. Eigentlich sollten wir raus gehen. Ein Reh schießen, und die Trophäe stolz in die Höhle tragen. Wo sich die Frau gefälligst zu freuen hat. Und das Erlegte wohlschmeckend auf den Tisch bringen. Aber so funktioniert das längst nicht mehr. Daran sind wir auch noch selbst schuld. Im Grunde dürfen wir uns nicht beschweren, dass wir zum Wäsche-Waschen, Müll rausbringen, in die Oper oder nicht enden wollenden Sonntagen bei den Schwiegereltern gezwungen werden. Aber: Das hat jetzt ein – vorläufiges – Ende. Ich breche aus und diene den Männern dieser Welt als Vorbild.
Meine Reise wird ein echtes Abenteuer. Ganz für mich. Nur für mich. Auf mich wartet ein Roadtrip, der von Valencia aus ins Gebirge bei Alicante führt. Bei der von Audi organisierten „Männersache“ treffen sich kompromisslose Männer –  wie ich -, die noch Prinzipien haben und für die richtige Sache zu kämpfen bereit sind.

Hier in Spanien wird mit Hilfe der Autobatterie Feuer gemacht, im Gelände-SUV gefahren, geklettert und auf der Landstraße geheizt. Nur jagen, jagen dürfen wir nicht. Als treuer Begleiter stets dabei ist eines meiner ganz persönlichen Traumautos: Der mindestens 64.900. Euro teure Audi SQ5. Er will Eigenschaften zusammen bringen deren Kombination in einem Auto man früher in der Industrie für unmöglich erklärt hat. Der SQ5 soll einerseits komfortabler Gleiter auf der Autobahn sein. Mit seinen 354 PS und bester Straßenlage ist er sowas wie ein hochgebockter Sportwagen. Als SUV muss er selbstredend auch Offroad-Qualitäten haben. So zumindest in der Theorie. Aber  kann das EIN Auto wirklich ALLES leisten? Wir werden es sehen.Am Flughafen in Valencia angekommen wartet der SQ5 schon. Optisch eine Wucht. Meine Freundin ist zuhause geblieben. Ich muss keine: „Fahr langsamer du Verrückter“, „Fahr keine Kurven, mir ist schlecht“, oder „Muss der Motor so laut sein, ich hab Kopfschmerzen“ Motivationsversuche langsamer zu fahren, neben mir ertragen. Trotzdem sind die ersten 100 Kilometer Autobahn langweilig. Hier gilt Speed-Limit 130. Tempomat an, Spurhalteassistent rein, den Drive-Mode Schalter auf Comfort gestellt. Der SQ5 ist nun herrlich leise, bleibt automatisch in der Spur, hält die Geschwindigkeit, beschleunigt und bremst selbstständig. Dank seiner Luftfederung ist er so komfortabel, dass ich nach dem frühen Aufstehen bemüht bin, nicht einzuschlafen. Irgendwie fehlt sie einem nun doch einen wenig, die Freundin. Ist ja manchmal doch ganz unterhaltsam – die Kleine.Doch da ist sie plötzlich vor uns. Die bergige Landstraße voller Serpentinen nach Benimantell. Der SUV wird in den Dynamic-Modus versetzt. Der Motor brüllt laut auf. Das Fahrwerk fährt runter und ich bin hell-wach. Hier passiert etwas, was ich lange Zeit nicht für möglich gehalten habe. Durch das tolle Fahrwerk und der Allradlenkung mutiert der SQ5 zum echten Sportwagen-Hulk. Mit dem einzigen Unterschied, dass sich das digitale Cockpit nun gefährlich rot färbt. Der 1,9 Tonnen schwere Koloss lässt sich dermaßen schnell und kontrolliert durch die Kurven werfen, dass man sich kurzzeitig im hochgebockten R8 wähnt.

Der Motor klingt rotzig frech

Dabei klingt der Motor so rotzig frech, dass ich mich in einen wahren Rausch fahre. Aber Moment mal. Schon lange nichts mehr vom Beifahrer gehört. Ich riskiere einen Blick. Da hängt er, zusammen gekauert mit dem den Händen krampfhaft Halt an der Türe suchend. Sieht aus, als probiere er sich in die Türverkleidung zu fressen. Er ist nass geschwitzt. Er will anhalten. Meine Freundin hätte bei dieser Geschwindigkeit noch ihre Nägel lackiert. An den Füßen. Männersache? Come on.

Ich muss jetzt jedenfalls langsam fahren. Ihm ist schlecht. Er hat Kopfschmerzen und möchte aufs Zimmer. Hoffentlich sind da Taschentücher zum Tränen trocknen. Vielleicht will er sich ja auch ein heißes Bad genehmigen. Denn frieren, frieren tut er auch. Ständig. Gab zum Glück ne Sitzheizung im Auto.

Abends wartet unser Guide und Survival-Coach mit einem echten Überlebens-Life-Hack. Wenn man mal gerade kein Feuerzeug zur Hand hat um Feuer zu machen, ist alles was man braucht: Eine Autobatterie, ein Überbrückungs-Kabel und ein Bleistift. Die beiden ersten Dinge aneinander geschlossen. Plus und Minus Pool vorsichtig jeweils an ein Ende des Bleistiftes gezwackt. Und siehe da. Es wird Feuer! Howhowhow. Ich bin nun im Club der McGyver-Surviver angekommen. Ein gutes und männliches Gefühl als Cowboy. Mit dem Wissen an der Spitze der Evolution zu stehen, lässt es sich gut schlafen.

Noch bevor die Sonne aufgeht, beginnt das Offroad Programm. Wir starten damit, uns von einem zehn Meter hohen Berg abzuseilen. Das eine Ende des Seils ist oben an einem Baum befestigt, das andere unten an der Felge des SQ5. Ich habe Angst. Mein einziges Ziel ist es zu überleben und mich dabei nicht einzunässen. Schwer genug. Unter schmunzelndem Blick des Guides stelle ich mich mehr als ungeschickt an. Dabei ist auch eine klettererfahrene Frau. Bei ihr sieht das federleicht aus. Sie braucht einen Bruchteil meiner Zeit. Ziemlich peinlich, wenn einem Mann so was direkt vor Augen geführt wird.

Dafür macht der SQ5 abseits der Straße seine Sache bestens. Hier wird Luftfederung ganz hoch gestellt. Im Offroad-Modus erfährt man, wie gut der variable Allradantrieb werkelt. Egal wie steil oder rutschig der Untergrund auch beschaffen ist. Den SQ5 von der Spur zu bewegen scheint unmöglich. Ein echter Jerpa aus Ingolstadt, der auf dem Rückweg von der Bergabfahrhilfe profitiert. Es ist hart festzustellen, dass das Auto bessere Kletterfähigkeiten besitzt, als ich – und eine Frau wesentlich schneller klettert.

Fazit

Ein toller Trip in atemberaubender Landschaft, voll bleibender Eindrücke und Erfahrungen. Was ich gelernt habe ist, dass Frauen manchmal die besseren Männer sind. Wir Männer sind irgendwo gefangen zwischen Nivea-man-Pflegeprodukten und „vielleicht bin ich gar nicht deine Freundin, sondern Manuel Neuer“ Werbespots. Außerdem ist meine Freundin gar keine so schlechte Beifahrerin. Ich aber ein verdammt schlechter Kletter-Surviver, der in der wilden Natur völlig aufgeschmissen wäre. Hier wäre der SQ5 mein Reisepartner Nummer eins. Er ist zwar weder Mann noch Frau. Und ihm ist es auch egal wer ihn fährt. Mit seinen Sportwagen-Genen auf der Landstraße und Gleiter-Qualitäten auf der Autobahn mutiert er zur echten Allzweckwaffe. Heiraten ist teurer, und auch der SQ5 hat einen stolzen Preis. Mit ein wenig Ausstattung ist der SUV kaum unter 80.000 zu haben. Dafür gibt es dann 354 PS, quattro-Allradantrieb, Luftfederung, riesiges Infotainment-System, digitales Cockpit und allerhand Sicherheits-Assistenten inklusive. Auf dem Heimflug freue mich tierisch auf meine Freundin, Netflix, die Couch und bringe morgen, auch unaufgefordert, den Müll runter. Versprochen.

Fotos: Daniel Wollstein